Kapelle in Köln-Marsdorf

an der Dürener Straße

Die 1732 im spätgotischen Stil erbaute Dreifaltigkeitskapelle gehörte ursprünglich zu einem Gutshof, dem Krummenhof, der wahrscheinlich nicht mehr existiert. Zumindest konnte ich nichts über diesen Hof recherchieren. Die Kapelle wurde allerdings bereits vor sehr vielen Jahren säkularisiert und war lange Zeit ungenutzt. Zuletzt diente sie als Lager- und Verkaufsraum für Teakholzmöbel. Aus dieser Zeit stammt der häßliche Vorbau mit dem Eingang an der linken Seite.

2010 wurde die denkmalgeschützte Kapelle saniert. Seitdem kann sie über eine Event Agentur als Location für Feierlichkeiten wie Hochzeiten, Kommunion, Jubiläum usw gebucht werden. Allerdings kann ich mir für eine Hochzeit schönere und romantischere Plätze in Köln und Umgebung vorstellen, als ausgerechnet an einer Hauptverkehrsstraße im Gewerbegebiet Marsdorf.  Aber das ist nur meine subjektive Meinung.  🙂  Die Kapelle hat als Eventkapelle jedenfalls wieder eine angemessene Verwendung.

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Diese Aufnahme entstand bereits vor einem Jahr aus dem Autofenster heraus (mit der großen Kamera, nicht mit dem Handy!). Kurz danach begannen an dem benachbarten, aber seit rund 10 Jahren leer stehendem Gebäude von Kaufland (rechts) umfangreiche Umbauarbeiten. Im März 2017 eröffnete dort die Filiale eines großen Sportcenters. Die oberen Bilder der Kapelle sind alle aktuell von heute. Einige habe ich vom obersten Parkdeck des Sportcenters gemacht.

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8 Gedanken zu “Kapelle in Köln-Marsdorf

  1. Als „Lager- und Verkaufsraum für Teakholzmöbel“ ist ja heftig … das hat ja nichts mehr mit sakraler Nutzung zu tun. Aber man hört ja schon mal von Zeit zur Zeit über einen Verkauf einer Kirche. Eigentlich hätte sie das gar nicht nötig, denn wenn eine Institution reich ist, dann ist es die Kirche.
    Den Prunk, den sie betreibt, ist sowas von gegensetzlich, von dem, was in der Bibel steht und was sie predigt. Ich habe diesen Verein vor 40 Jahren verlassen, nicht aus Ungläubigkeit, nein, eher aus obigem Grund, und ich habe nicht vor, dass zu ändern. —
    Die Kapelle sieht gut aus, aber ich bin auch deiner Meinung, dass es romantischere Orte für kirchliche Events gibt. Ich schicke dir liebe Grüße

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    1. Ich kann dir nur in allen Punkten zustimmen. Ich habe den Verein einen Tag nach meinem 21. Geburtstag gekündigt. Das war meine erste Amtshandlung nach meiner Volljährigkeit. Vorher hätte es Stress mit meiner Familie gegeben. Ich glaube an das, was uns Christus gepredigt hat, aber nicht an das ganze mythologische Brimborium was die Kirche daraus gemacht hat. Von den ganzen Unzulänglichkeiten ihrer Geschichte und den Widersprüchen in ihren Aussagen ganz zu schweigen.

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  2. Hallo lieber Dieter,

    schade ist es schon um solche alten Kirchen. Das sah früher sicher mal ganz anders aus, aber wenn dann ohne Rücksicht auf Verluste alles zugebaut wird. Mit ein bisschen Raum ringsherum würde das gleich ganz ander aussehen. Solche Vor- und Anbauten habe ich woanders auch schon gesehen. So etwas müsste verboten werden. Haben denn die überhaupt keinen Geschmack oder keinen Sinn mehr für das, was geht und was nicht geht. Ich finde das einfach furchbar.
    Wenn die Kirche jetzt wieder anders genutzt wird, könnte man ja diesen gräßlichen Vorbau wieder wegnehmen.

    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.

    Liebe Grüße
    Jutta

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    1. Diesen Vorbau vor dem eigentichen Eingang finde ich genauso unglücklich glöst, wie der Anbau an der Rückseite mit den Toiletten. Das Grundstück, auf dem die Kirche steht ist aber sehr schmal und bietet nicht viel Raum für eine schönere Umgebungsgestaltung. Ursprünglich bestand der Ort Marsdorf ja nur aus 5 Gutshöfen mit ihren Agrarflächen und 3-4 Wohnhäusern. In den 1970ern wurde dann hier das Gewerbegebiet auf den Feldern angelegt, das seit dem ständig erweitert wurde. Die Kirche wurde stehen gelassen, obwohl kein Bedarf mehr bestand.

      Danke für deine Meinung und viele Grüße
      D.

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  3. Wirklich unglücklich gelöst mit den Anbauten, wobei ich bin überzeugt wenn sie die Fassadenfarbe ändern würden sähe es schon viel besser aus. Der helle Ton lässt es sofort negativ auffallen.

    Ist aber eine schöne Kapelle, wirkt teilweise so winzig aber scheint es gar nicht zu sein. Schön jedenfalls dass sie nicht abgerissen wurde (vor dem Denkmalschutz).

    Möchte dir auch noch für die lieben Worte bei mir danken und wünsche noch einen tollen Wochenstart.

    Herzliche Grüsse

    N☼va

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    1. Ich denke auch, mit einem passenden Anstrich könnte der Vorbau weniger störend wirken. Klein ist die Kapelle, dennoch soll innen Platz für mindestens 60 Personen sein. Ich habe leider keine Ahnung, wie sie innen eingerichtet ist. Ich denke aber, es wird für so eine große Gesellschaft eng. Bei schönem Wetter bauen sie auch außen Tische und Stühle auf.
      Die Kapelle repräsentiert ein Stück Ortsgeschichte. Ich finde es gut, daß sie nicht zu Gunsten eines öden Gewerbebaues abgerissen wurde.

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